Personenfreizügikeit:
Umweg in die EU
Bundesrat: Via bilateralem Umweg
in die EU!
Von Rudolf Keller, Landrat / e.Nationalrat, SD-Zentralpräsident
Die bundesrätliche EU-Manipulationsmaschine
läuft auf Hochtouren. Und wie es so ist, dann und
wann unterläuft jedem ein Fehler. Vor Jahren hat sich
Adolf Ogi verplappert. Wir erinnern uns noch gut daran: Die
Abstimmung über den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum
(EWR) sei das Trainingslager für den EU-Beitritt, erklärte „der
liebe Dölf“ dem staunenden Volk. Dabei hätte
er „seinem Volk“ gar nichts von diesem Vorhaben
erzählen dürfen, denn das gehörte zur bundesrätlichen
Geheimstrategie. In der Folge verlor der Bundesrat dann
am 6. Dezember 1992 diese wichtige europapolitische Abstimmung.
Und wie das halt so ist, diesesmal „verschnäpfte“ sich
ein anderer, der „liebe Seppi Deiss“. So geschehen
Ende Januar 2005! Aber eigentlich wissen
wir jetzt nur „amtlich bestätigt“, was wir
schon lange wussten: Der Bundesrat will „mit seinem Land“ der
Europäischen Union rasch als Vollmitglied beitreten. Nun
hat’s also Josef Deiss erwischt. Er hat - sage und schreibe
- die Wahrheit gesagt. Im Jahr 2006 will
der Bundesrat einen Bericht über einen möglichen
Beitritt der Schweiz zur EU publizieren. Und dies wird dann
wohl die Grundlage sein, um den effektiven Beitritt in die
Wege zu leiten. Das bundesrätliche EU-Beitrittsgesuch
ist ja schon lange in Brüssel deponiert. Und der Bundesrat
weigert sich immer wieder standhaft, es endlich zurückzuziehen.
Freimütig hat Josef Deiss erklärt, dass er die Aufregung
um seine Aussage nicht verstehe. Er habe ja nur gesagt, was
der Bundesrat schon lange bekannt gegeben und vorhabe. Nun
gut, unser Volk wird diese Offenheit zu schätzen wissen.
Selten genug dürfen wir als einfaches Volk mal an einem
Staatsgeheimnis teilhaben… Das bundesrätliche
Ziel heisst also: Via bilaterale Verträge in die EU!
Bilaterales Eintrittsgeld
Und eine enorm hohe Vorleistung will man uns auch
noch abknöpfen. Nämlich - eine Milliarde
Franken soll unser Land in den sogenannten Kohäsionsfonds
der EU zahlen. Mit diesen Geldern wollen die ihre weniger
bemittelten Staaten innerhalb ihres EU-Klubs unterstützen.
Schon alleine die Existenz dieses Fonds beweist die Tatsache,
dass es sehr arme EU-Länder gibt. Diese Länder können
weiten Teilen ihrer Bevölkerung nicht das bieten, was ihre
Menschen gerne wollten. Für die ist unsere Schweiz deshalb
so etwas wie das Paradies. Angesiedelt sind diese Länder
eher im Süden und vor allem im Osten unseres Kontinents.
Diese Ost-EU-Länder haben nicht den westlichen Standart,
wie wir ihn haben. Deshalb wollen die EU-Führer
ihnen erstens finanziell unter die Arme greifen und zweitens
muss man natürlich den freien Personenverkehr mit diesen
Ländern anstreben. Und unser willfähriger Bundesrat
hat bekanntlich mit der EU „verhandelt“ (so nennen
sie das jedenfalls!) und herausgekommen ist die Ausdehnung des
Freizügigkeitsabkommens auf die neuen Ost-EU-Mitgliedsstaaten.
Für uns ist es klar, was das bedeutet: Man
gefährdet mit dieser Politik unsere eigenen Arbeitsplätze,
weil wir damit rechnen müssen, dass unser Arbeitsmarkt mit
noch mehr Einwanderern aus diesen Ländern überflutet
wird. Diese Entwicklung ist laut dem Bundesamt für Statistik
bereits angelaufen:
Aufgrund des freien Personenverkehrs mit den „alten“ EU-Ländern
gab es 2004 sage und schreibe 3,8% mehr Arbeitskräfte aus
den nördlichen und westlichen EU-Ländern, die auf unseren
Arbeitsmarkt drängten. Die Zahl der deutschen Erwerbstätigen
ist sogar - für alle offensichtlich - um 7,9% angestiegen.
Und es kommen immer mehr! Es ist zu erwarten, dass mit der Ausweitung
des freien Personenverkehrs auf die neuen Ost-EU-Staaten alle
Schutzdämme brechen würden!
Als nationale Opposition dürfen wir aber diesem
Schreckensszenario nicht tatenlos zuschauen! Wir sind gefordert,
dagegen zu kämpfen und das passt unseren Bundesräten
ganz und gar nicht in den Kram. Sie beleidigen und übergiessen
uns mit Schimpfworten. Aber wir werden’s „überleben“,
weil wir diese Abstimmung gewinnen!
Hinterhältige Taktiken werden angewandt
Mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln
versucht man, uns den Kampf zu erschweren. Das begann schon im
Parlament, wo man den Schengen-Beitritt von der Ost-Personenfreizügigkeit
abkoppelte und daraus 2 separate Vorlagen machte. Und selbstverständlich
hat man in den Eidgenössischen Räten dafür gesorgt,
dass es nicht zwei obligatorische Referenden (ohne Unterschriftensammlungen
vors Volk) gab. Wir waren also genötigt, zwei Unterschriftensammlungen
zu organisieren und durchzuführen. Die
beiden Komitees sind wacker am Sammeln - weiter so, wenn wir
alle bis zum letzten Sammeltag Unterschriften zusammentragen,
werden wir es schaffen! Dann folgte das fiese Manöver
als der Beginn der Sammelfrist 5 Tage nach dem Parlamentsbeschluss
- mitten in der Weihnachtszeit - angesetzt wurde. Das hat’s
in unserem Lande noch nie gegeben! Uns ging deswegen eine Woche
Sammelfrist verloren. Aber das haben diese feinen bundesrätlichen
und anderen Damen und Herren Drahtzieher bewusst so eingefädelt
und kalkuliert. Und oben drauf erklärte dann der Bundesrat, dass
die beiden Volksabstimmungen getrennt stattfinden würden.
Schengen im Juni und die Personenfreizügigkeit im September.
Sie erhoffen sich so bessere Möglichkeiten, mit ihren schätzungsweise
50 Millionen Werbefranken beide Referenden zu killen respektive
das Volk zu kaufen. Und bezahlt wird das ganze von der „Economie-Suisse“,
das sind diejenigen, welche uns mit Geld davon abhalten wollten,
Unterschriften zu sammeln. Es sind auch sie gewesen, welche bereits
vor einiger Zeit im Internet Namen für unsere „Hompage’s“ aufgekauft
haben, so dass wir keine Möglichkeit mehr haben sollten,
eigene Seiten im Internet aufzuschalten. Pfui, in was für
einem Dreckstaat leben wir!
• weiter
lesen