Ein Dossier voller Irrtümer:
Die Schlussfolgerungen
Freier Markt (freier Handel) bringt Wohlstand.
Das ist längst bewiesen (mindestens seit 200 Jahren, seit
den klassischen Ökonomen) und durch die Praxis längst
belegt. Ebenso bewiesen ist, dass der freie Personenverkehr
nivellierend (d.h. gleichmacherisch) wirkt. Er bringt einem
wohlhabenden Land keinesfalls Vorteile.
Warum fordern denn alle Personenfreizügigkeit?
Es gibt 2 Gründe, weshalb fast alles, was in der Schweiz
Rang und Namen hat, Personenfreizügigkeit fälschlicherweise
als Vorteil für uns darstellt: Irrtum und Ideologie.
a) Der Irrtum
Die meisten Befürworter der Personenfreizügigkeit
täuschen sich ganz einfach resp. sie lassen sich irreführen.
Sie meinen, freier Personenverkehr bringe uns Wohlstand; sie
meinen, er habe etwas mit Marktöffnung zu tun; sie meinen,
man brauche ihn, um Arbeitnehmer importieren zu können;
oder sie meinen, die EU würde die Bilateralen I kündigen,
wenn man die Ausweitung des freien Personenverkehrs mit den
zehn neuen EU-Staaten ablehnt. Diesen Irrtümern ist die
vorliegende Schrift gewidmet.
b) Die Ideologie
Daneben gibt es die Drahtzieher, welche die Konsequenzen sehr
wohl sehen, die aber gezielt ihre Ideologien umsetzen. Die
Ideologie der internationalen Gleichschaltung ist weit verbreitet
und hat viele Namen. Welchen Ausdruck man dafür auch
immer verwenden will („multikulturelle Gesellschaft“, „internationaler
Sozialismus“, „grenzenloses Europa“, oder
wie auch immer): All diesen Ideologien ist gemeinsam, dass
der Einzelne immer weniger zu sagen hat, sondern dass eine
kleine Politiker- Elite über das Schicksal von Hunderten
von Millionen Menschen entscheiden soll.
- Nivellierte multikulturelle
(d.h. völkerdurchmischte) Gesellschaft?
Die gleichgeschaltete, grenzenlose Gesellschaft liegt nicht
im Interesse der Bevölkerung und schon gar nicht im Interesse
eines reichen Landes wie der Schweiz. Der bekannte links stehende
Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit (der "rote Dani")
schreibt: „Die multikulturelle Gesellschaft
ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von
beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt.
(...) Sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und
Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt
sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüssen." Cohn-Bendit
sagt wenigstens die Wahrheit und gibt offen zu, wohin der heutige
Trend des freien Personenverkehrs führen wird. Wirtschaftlich
bedeutet diese Entwicklung für die Schweiz den sicheren
wirtschaftlichen Abstieg.
- Ideologie EU-Beitritt, koste
es, was es wolle?
Die Frage „EU-Beitritt ja oder nein?“ dominiert
seit 1992 unsere Politik. Dies in so extremem Masse, dass sogar
die Grünen lauthals „freie Fahrt für 40-Tonnen-Lastwagen“ verlangten,
eine auf den ersten Blick unglaubliche Forderung. Verstehen
kann das nur, wer erkannt hat, dass die Grünen - wie alle
massgebenden Kräfte in unserem Land - der EU beitreten
wollen, im wahrsten Sinne des Wortes „koste es, was es
wolle“. Derselbe Mechanismus spielt bei der Personenfreizügigkeit.
Zitiert sei aus zwei Zeitungsartikeln (beide vom
24.2.2004; Aargauer Zeitung), welche die heute massgebende
Philosophie bezüglich Gestaltung der EU aufzeigen: Im
Artikel „Spanische Erfolgsstory“ wird
dargestellt, wie es in der EU einerseits aufsteigende Staaten
wie Spanien gibt, andererseits absteigende Staaten wie Deutschland.
Darin findet sich der entlarvende Satz: „Spaniens
Aufstieg und Deutschlands Einkommensabstieg gilt als Erfolg
der EU-Politik, die regionale Wohlstandsunterschiede einebnen
soll.“ Nicht weniger bemerkenswert ist die Formulierung
im zweiten Artikel „EU-Osterweiterung“,
der beschreibt, dass die alten EU-Länder die Einwanderung
aus den neuen EU-Ländern nur bis 2011 einschränken
dürfen, „dann, so hofft man in
Brüssel, haben sich die Volkswirtschaften so weit angepasst,
dass es keinen Grund mehr für Emigration gibt“.
Einebnen und anpassen, bis die Unterschiede ausgemerzt
sind!? Das Mittel dazu ist die Personenfreizügigkeit;
mit erschreckendem „Erfolg“, wie die Entwicklung
Deutschlands zeigt.
Man kann zwar durchaus die Meinung vertreten,
die Einebnung von Wohlstandsunterschieden sei positiv, weil
dies „friedensfördernd“ sei. Aber dann sollte
man so ehrlich sein, dies offen zu sagen. Wer die Auffassung
vertritt, das Prinzip „aufwärts mit Polen und abwärts
mit Deutschland“ baue Spannungen ab und müsse auch
auf die Schweiz angewendet werden, sollte wenigstens dem Schweizer
Stimmbürger offen sagen, dass es darum geht, den Wohlstand
unseres Landes auf das Niveau der übrigen EU-Staaten hinunterzuwirtschaften.
Vorgegaukelt wird uns jedoch das Gegenteil!
Wir dürfen unseren Wohlstand
nicht so verspielen!
Länder wie die USA, Japan, Australien etc. scheuen sich
nicht, die eigenen Interessen zu verfolgen, ohne sich an die
heutige „politische Korrektheit“ zu halten. Sie
politisieren nach dem unumstösslichen ökonomischen
Gesetz, das für alle attraktiven Länder gilt:
Zusammenfassende Binsenwahrheit:
„Freier Markt und freier Handel bringen
Wohlstand, freier Personenverkehr bringt wohlhabenden Ländern
Armut“.
Wer einwandern darf und wer nicht, ist der wohl
wirksamste Hebel, um den Wohlstand eines Landes zu sichern
(indem gezielt Arbeits- und Anpassungswillige aufgenommen werden).
Wir dürfen diesen Hebel auf keinen Fall aus der Hand geben!
Wir dürfen nicht akzeptieren, dass mit der Personenfreizügigkeit
in der Schweiz die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergerissen
wird und unser Wohlstand auf den EU-Durchschnitt hinuntergewirtschaftet
wird.
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