Personenfreizügikeit
EU-Zuwanderung fördert Arbeitslosigkeit!
Ueli Brasser, Gemeinderat, SD-Zentralpräsident, Zürich
Die Arbeitslosenzahlen in der
Schweiz sind in den letzten Monaten richtiggehend explodiert. Dennoch
geht die Zuwanderung trotz Rezession kaum zurück.
Im
Gegenteil: 51'000 EU-Ausländer haben im 2009 im Rahmen des
Freizügigkeitsabkommens eine Aufenthaltsbewilligung erhalten,
dazu kommen weitere knapp 52'000 Kurzaufenthaltsbewilligungen.
Deshalb fordern wir Schweizer Demokraten als einzige Partei den
längst fälligen Zuwanderungsstopp und die Kündigung
des Abkommens über die Personenfreizügigkeit mit der
EU.
Auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich die Lage weiter: Im
Dezember 2009 stieg die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent. Und
es kommt noch schlimmer! Die Wirtschaftskrise hat den Schweizer
Arbeitsmarkt fest im Griff: Ende 2009 waren bei den Regionalen
Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 172’740 Arbeitslose gemeldet.
Das sind 8'800 mehr als im November. Die Arbeitslosenquote stieg
um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Das Staatssekretariat für
Wirtschaft (Seco) prognostiziert für 2010 und 2011 eine
durchschnittliche Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent. Für
die Jugendlichen ist die Lage noch schlimmer. Zehntausende von
Arbeitslosen sind ausgesteuert und leben einzig von der Sozialhilfe.
Nicht wenige wurden zu IV-Rentnern gemacht.
Der Bundesrat schläft
Deshalb muss der unkontrollierten Einwanderung aus den EU-Staaten
endlich ein Riegel geschoben werden. Denn trotz schlechter
Wirtschaftslage wurden in den ersten drei Monaten des vergangenen
Jahres bereits 30'000 neue Arbeitsbewilligungen an EU-Bürger
erteilt, was hochgerechnet 120'000 Bewilligungen für das
Jahr 2009 entspricht. Dabei stieg die Arbeitslosigkeit bei
Schweizer Arbeitnehmern bereits von September 2008 bis Dezember
2009 um 72 % von 1,8 auf 3,1 %, die Arbeitslosenquote der deutschen
und der portugiesischen Arbeitnehmer in der Schweiz explodierte
in derselben Zeit (D: um 125 % von 2,0 auf 4,5 %; P: um 78
% von 3,7 auf 6,6 %)! Obwohl die Arbeitslosigkeit in der Schweiz
also seit Monaten massiv ansteigt, hat der Bundesrat auf die
Anrufung der Ventilklausel verzichtet. Damit gibt die Landesregierung
ein wichtiges Instrument zur Regulierung der Einwanderung und
zur Bekämpfung der steigenden Arbeitslosigkeit aus der
Hand, da allfällige künftige Kontingente aufgrund
der Einwanderungszahlen der letzten drei Jahre festgelegt werden
und ab 2010 nur noch Jahre mit sehr hohen Einwanderungszahlen
in diese Berechnung einfliessen.
Druck auf Schweizer Arbeitnehmer
Die Nichtanwendung der Ventilklausel zum heutigen Zeitpunkt ist
ein Fehler, der zu ernsthaften Problemen auf dem Arbeitsmarkt
und in den Sozialwerken führen wird. Immer mehr Schweizer
Arbeitnehmer bekommen den Druck der ausländischen Konkurrenz
zu spüren und verlieren ihre Stelle. Aber auch die ausländischen
Arbeitnehmer, welche ihren Arbeitsplatz verlieren, kehren nicht
in ihre Heimatländer zurück, sondern belasten unsere
Sozialversicherungen. So beträgt der Ausländeranteil
bei den Arbeitslosen bereits heute 44,6 %.
Schlendrian im Asylwesen
Auch im Asylbereich besteht dringender Handlungsbedarf: Die neuesten
Zahlen des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) zeigen deutlich,
dass der seit Anfang 2008 zurückgekehrte Schlendrian im
Asylwesen dramatische Folgen hat. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl
des jeweiligen Landes haben nur gerade Zypern, Malta und Schweden
eine höhere Pro-Kopf-Asylgesuchsrate als die Schweiz.
Und bei der Anerkennungsquote steht unser Land gar einsam an
der Spitze: Während in der gesamten EU durchschnittlich
ein Viertel der Asylgesuche positiv entschieden wird, gewährte
die Schweiz drei von vier Gesuchstellern Asyl! (In Zahlen – EU:
51'960 positive Entscheide bei 193'690 Gesuchen; Schweiz: 8'455
positive Entscheide bei 11'175 Gesuchen) Schlecht schneidet
unser Land auch bei den pendenten Fällen ab (18 Platz
von 22 untersuchten Staaten). Aufgrund dieser lange Zeit verschleppten
Verfahren werden Rückschaffungen oft verunmöglicht.
Wir Schweizer Demokraten fordern deshalb den Bundesrat auf, wirksame
Massnahmen zu ergreifen, um die markant höheren Asylgesuchszahlen
der ersten vier Monate 2009 wieder zu reduzieren (2009: 6'139
Gesuche; 2008: 3'872 Gesuche) und die Asyl-Anerkennungsquote
der Schweiz auf ein vertretbares «EU-Niveau» zu senken.
Sozialhilfe bei Ausländern:
Fass ohne Boden
Was wir Schweizer Demokraten schon lange wussten, haben wir nun
schwarz auf weiss: Gemäss Sozialhilfestatistik des Bundesamtes
für Statistik (BFS) 2007 explodiert die Ausschüttung
der Sozialhilfe an Ausländer förmlich. 43,9 % aller
Sozialhilfeempfänger sind ausländischer Nationalität,
während ihr Anteil an der Wohnbevölkerung knapp 21
% beträgt. Interessant ist auch die Herkunft der ausländischen
Sozialhilfeempfänger. Mehr als ein Drittel der Ausländer
mit Sozialhilfe stammt aus europäischen Ländern, die
nicht der EU oder EFTA angehören (u. a. Türkei, Albanien,
einzelne Staaten aus Ex-Jugoslawien). Was zudem sämtliche
Medien hierzulande verschweigen: Gemessen an ihrer Anzahl in
der Gesamtbevölkerung sind die Bezüger von Sozialhilfe
afrikanischer, lateinamerikanischer oder asiatischer Nationalität
mit Abstand Spitzenreiter.
Was unsere kosmopolitischen Medien zudem ebenfalls
verschweigen: Aus dem aussereuropäischen Kulturraum (Afrika,
Asien, Lateinamerika) haben wir es immer mehr mit einer Zuwanderung
in unsere Sozialwerke zu tun, während die europäischen
Einwanderer immer mehr die einheimischen Arbeitnehmer verdrängten.
Diesen unerfreulichen Tatsachen werden wir Schweizer Demokraten
nicht weiterhin tatenlos zusehen. Fortsetzung folgt.
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