Inflation
trifft vor allem die ärmeren Leute, Rentnerinnen und Rentner
und den Mittelstand
Am 6. September 2011 hat die Schweizerische Nationalbank
beschlossen, mit “unbeschränkten” Käufen
den Euro auf Franken 1.20 zu heben. Eurokäufe hat die Nationalbank
schon früher mit wenig Erfolg getätigt, nur war damals
der Euro noch nicht in diesem Zerfalls-Zustand.
Inflationsgefahr
Wenn nun die Schweizerische Nationalbank derart massiv Geld druckt
und Euro kauft, wird dies unweigerlich zu einer Inflation führen.
Darin sind sich alle Bundesratsparteien einig. Doch bei einer
Inflation gibt es nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner.
So erstaunt es nicht, dass Christoph Blocher am 18.08.2011
in “10 vor 10” sagte: “Man sollte eine Inflation
in Kauf nehmen.” Dies erinnert an seine Abstimmungs-Empfehlung
zur Personenfreizügigkeit: “Man sollte es wagen.”
Die Gewinner
Bei einer Inflation gehört der Staat zu den Gewinnern (siehe
USA). Die Auslandschulden vermindern sich mit einer tieferen
Währung. Zu den Profiteuren gehören auch die Eigentümer
von Sachwerten wie die Aktionäre oder die Wohneigentümer.
Bei Immobilien-Besitzern steigen in der Regel auch die Hypothekarzinsen,
aber der reale Wert ihrer Hypotheken vermindert sich, so dass
am Ende einer Inflationsperiode die Wohneigentümer mit kleineren
Schulden dastehen.
Die Verlierer
Zu den grossen Verlierern gehören die Arbeitnehmer, obwohl
dies die Sozialdemokraten noch nicht begriffen haben. Die Lohnindexierung,
also die Anpassung der Leistungen an die Inflation, findet in
der Regel nicht alle Jahre statt. Die Löhne hinken der Inflation
hinterher. Noch schlechter geht es bei einer Inflation den Rentenbezügern
der zweiten Säule. Ihnen droht eine Entwertung der monatlichen
Rente. Grosse Verlierer sind auch die Besitzer von Sparheften,
da sich deren Guthaben laufend entwertet. Dies, wenn die Inflationsraten
in Prozenten höher sind als die Verzinsung auf dem Sparheft.
Man spart und hat am Ende des Jahres real weniger als zu Beginn.
Fazit
Die Intervention der Schweizerischen Nationalbank, also auf Teufel
heraus Euro zu kaufen, erzeugt Inflation zu Lasten der ärmeren
Leute in unserem Land.
Erfreulich
Es ist erfreulich, dass die Schweizer Demokraten die Gefahr einer
Inflation erkannt haben und damit den “kleinen” Bürger
schützt.
Kurt Koller, Lichtensteig
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