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Weihnachts-Mythos

Weihnachten – für viele Menschen bedeutet das zunächst einmal Stress. Geschenke müssen im dichten Gedränge der Innenstädte zusammengekauft werden. Der Tannenbaum darf auch nicht vergessen werden, ebenso ein üppiges Festmahl. Das ist Weihnachten heute – zumindest für einen Grossteil der Schweizer. Angefangen jedoch hat alles ganz anders.
Die frühen Christen nämlich feierten zunächst nur den Todestag und die Auferstehung ihres Herrn. Am 6. Januar 313 erlaubten die Kaiser Konstantin und Linius das Christentum offiziell als Religion. Einen religiösen Gegenpool bildete zu dieser Zeit der aus dem alten Iran stammende Gott Mithras. Dieser wurde im Römischen Reich als Sonnengott „Sol Invictus“ (lat.: unbesiegte Sonne) verehrt, man huldigte ihm alljährlich am 25. Dezember mit einem grossen Volksfest. Um die Popularität dieser Gottheit einzudämmen, legte der römische Bischof Liberius das Geburtsdatum Christi auf selbigen Tag. Im Zuge der Missionierung, vom 6. bis zum 8. Jahrhundert, gelangte dieses Datum auch in den deutschsprachigen Raum. Aber es gab schon vor dem Christentum viele Kulturen, die zu dieser Zeit die Wiedergeburt der Sonne und des Lichtes feierten. Wie bereits erwähnt der Mithras-Kult und in Ägypten der Isiskult mit der Geburt der Isiskinder.

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Uralter Mythos

Das Weihnachtsfest hat einen uralten Ursprung, der weit in die Mythenwelt unserer Vorfahren zurückreicht. Für unsere Ahnen verhiessen die „geweihten Nächte“ das Wissen um die grosse Umkehr, um den Wiederaufstieg des Lichtes und um die Geburt des neuen Lebens. An Jul – wie es in den nordischen Ländern genannt wird – ist die Dunkelheit gebannt, die Nächte werden kürzer und was tot schien und verloren, wird wieder erwachen. Das Julfest ist ein harmonisches Netzwerk ineinandergreifender Sonnen-, Toten- und Fruchtbarkeitsriten und symbolischer Handlungen zur Neuaktivierung menschlicher und natürlicher Kräfte. Den Höhepunkt bildet Jul, die Sonnenwende. In dieser längsten Nacht des Jahres erfüllt sich das Versprechen der Wiedergeburt.

Heilsam für unsere Seele

Der Jahreskreis, der mit Samhain geendet hat, gebiert zu Wintersonnwende das neue Lichtbaby oder auch den neuen Jahreskreis-König. Das haben all unsere Vorfahren so erlebt, weswegen auch alle Mythen immer wieder die gleichen Bilder tragen. Diese Bilder, Mythen und Märchen sind heilsam für unsere Seele. Sie drücken etwas aus, das wir wohl spüren können, auch wenn es uns nicht mehr so recht bewusst ist. Unsere Aufmerksamkeit ist ja wesentlich eingeschränkter als bei den früheren Menschen. Die damaligen Menschen sind sowohl mit der Natur als auch mit dem Kosmos viel verbundener gewesen als wir. Sie haben gespürt, dass zur Zeit der Wintersonnwende und Weihnachten sich etwas verändert. Dass nicht mehr nur die blosse Dunkelheit herrscht, sondern dass neues Leben aufkeimt, auch wenn es noch nicht sichtbar ist. Unter der Erde sammeln sich die Kräfte zu neuem Leben, die dann im Frühjahr durchbrechen. Diese ungeheure Energie fängt an zu wachsen. Und das konnten unsere Ahnen spüren und wahrnehmen. Dieser Beginn der Lebenskraft wurde gefeiert. Das Leben in seiner reinen und unschuldigen Form.

Lichtbringer

Man darf nie vergessen, welche Existentialität mit dieser Wiedergeburt verbunden war. Für uns hat der Winter dank warmer Wohnungen und Einkaufszentren gleich um die Ecke seinen lebensbedrohenden Charakter verloren. Trotzdem leiden viele Menschen gerade in der dunklen Winterzeit an Depressionen, Melancholien oder fühlen sich einsam. So soll man sich freuen, wenn die Sonne und vor allem ihre Lebenskraft und damit auch die künftige Lebensfreude wiedergeboren werden.

Die Wintersonnwende wurde von unseren Vorfahren nicht nur in einer Nacht gefeiert. Die Festtage dauerten zwölf Nächte lang. Diese nannte man die Rauhnächte. Zudem werden in den Alpenländern den Rauhnächten eine ganz besondere Bedeutung zugemessen. Sie gehören zu den heiligsten Nächten des Jahres. Auch der Weihnachts- oder Lichtbaum ist heidnischen Ursprungs. Doch mehr zu diesem interessanten Hintergründen im nächsten „Schweizer Demokrat“.

Die christliche Frühkirche konnte die alte Naturverehrung nur nach etlichen Jahrhunderten mit der Geburt von Jesus Christus ablösen. Der christliche Inhalt war ähnlich. Jesus wurde auch als Erlösergottheit gefeiert, als Lichtbringer, als der Gott, der für die Wiedergeburt und Auferstehung gilt. Dies passte ja alles vollkommen zu dem uralten Wintersonnwend-Weihnachts-Mythos.

Beatrice Studer

Brauchen wir noch Weihnachten?

Jeder von uns feiert Weihnachten. Aber wer weiss noch, weshalb wir das alles machen? Wer ist heute noch in der Lage, einem Kind die Bedeutung der einzelnen Weihnachtsbräuche zu erklären? Niemand kann dem Vorweihnachtsrummel entgehen. Überall Leuchtsterne, Kränze und Lametta, Kosum und Kommerz. Weihnachten wird oft auch zur Belastung für die Familie. Stress mit der Vorbereitung der Feier für die Eltern, zum Teil widerwillige Pflichterfüllung bei den Jugendlichen. Irgend etwas läuft da schief. Brauchen wir heute überhaupt noch Weihnachten? Sind die alten Feste geeignet, wichtige Fragen zu beantworten? Was können wir anders machen, damit Weihnachten wieder einen tiefen Sinn bekommt? Wir wollen versuchen, der Bedeutung des weihnächtlichen Brauchtums etwas näher zu kommen. Dafür konnten wir Beatrice Studer gewinnen. Beatrice ist seit einigen Jahren Passivmitglied der Jungen Schweizer Demokraten (JSD). Sie gilt als versierte Kennerin des Brauchtums unserer Vorfahren. Wussten Sie, dass Weihnachten, Fasnacht und sogar das Osterfest keltisch-germanischen Ursprungs sind? Beatrice Studer wird uns ab sofort monatlich das Weltbild unserer Ahnen näher bringen. Mit der neuen Serie „Brauchtum“ wollen wir ganz gezielt Menschen auf der Suche nach Sinn und Orientierung abseits einer konsumorientierten Spassgesellschaft ansprechen. Die SD-Redaktion freut sich auf eine erspriessliche Zusammenarbeit mit Bea.

Bernhard Hess

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